Weiterführendes zur betrieblichen Gesundheitsförderung:

Der Gesundheitsreport 2014 der Barmer GEK stellt fest, dass der größte Anteil der Fehlzeiten auch 2013 mit 21,9 Prozent auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems entfiel, gefolgt von psychischen Störungen, die 17,4 Prozent ausmachen. Statistisch gesehen waren 2013 die Erwerbstätigen durchschnittlich also allein mit Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems 3,8 Fehltage krankgeschrieben. Den Rang zwei belegen Psychische und Verhaltensstörungen, was durchschnittlich 3,0 Fehltagen je Person entspricht. *

Aber nicht nur die Fehltage der Arbeitnehmer bürden dem Unternehmen hohe Kosten auf. Auch wenn sich Arbeitnehmer krank fühlen und zur Arbeit gehen, entstehen wesentliche Kosten. 70% aller Arbeitnehmer gehen einmal im Jahr krank zur Arbeit, 42% sogar mehrmals.

Die Folgen davon sind neben dem direkten Produktivitätsverlust durch verminderte Leistungsfähigkeit auch die Verschleppung von Krankheiten und die Erhöhung des Krankheitsrisikos von Kollegen. Die Kosten, die durch Präsentismus entstehen, werden auf das 3-7fache der Kosten für Absentismus geschätzt. **

Viele Personalverantwortliche sind sich bewusst, dass es bei den Tätigkeiten und Strukturen im Unternehmen Aspekte gibt, die die Psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter negativ beeinflussen können.

 

Struktuierte betriebliche Gesundheitsförderung lohnt sich!

Ein strukturiertes und nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement kann gerade auch im Hinblick auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag leisten.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass BGM eine lohnende Investition ist und sich für

Unternehmen bezahlt macht: Kosten-Nutzen-Analysen bestätigen einen Gewinn für das

eingesetzte Kapital und somit einen positiven Return on Investment (ROI). Demnach spart

jeder in BGM investierte Euro zwischen zwei und zehn Euro. Die Fehlzeitenraten können,

wissenschaftlich belegt, durch Programme der Gesundheitsförderung um durchschnittlich 26% reduziert werden. ***

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für präventives Gesundheitsverhalten, damit Ihr Unternehmen auch weiterhin mit motivierten und gesundheitsbewussten Mitarbeiten im Wettbewerb bestehen kann und der demografischen Entwicklung durch qualifizierte und dem Unternehmen treue Mitarbeiter entgegenwirken kann.

 

* Quelle: „Gesundheitsreport 2014“, Barmer GEK, 2014 **Quelle: „Krankenkassen und Arbeitgeber im Betrieblichen Gesundheitsmanagement“, Roland Berger, 2010 ***Quelle: „ Handlungskonzept Betriebspräventologe“, Dr. Ellis Huber, 2013 (http://www.praeventologe.de)