Richtig wiegen! Was du als Frau darüber wissen musst!

Einmal tief durchatmen und mit mutigem Schritt auf die Waage. Die Zahl steigt nach oben, schwankt ein wenig und kommt zum Stillstand. Meistens gefällt uns das Ergebnis überhaupt nicht, dass uns von der Digitalanzeige so provokant entgegen leuchtet. Damit der Weg zur Waage aber nicht jedes mal in Frustration ausartet, gibt ein paar wichtige Regeln die du besonders als Frau beim wiegen beachten solltest.

Achte darauf dich stets unter gleichen Bedingungen zu wiegen.
Achte darauf dich stets unter gleichen Bedingungen zu wiegen.

Der weibliche Zyklus und Wasserschwankungen

Obwohl du dich strikt an den Trainingsplan von deinem Personalcoach Berlin hältst und auch bei deiner Ernährung darauf achtest nur die benötigten Kalorien zu dir zu nehmen, nimmst du gerade wenn du kurz davor bist deine Periode zu bekommen zu. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass dein Workout nicht erfolgreich war oder du einfach nicht fürs Abnehmen geschaffen bist, sondern verantwortlich dafür ist dein Hormonhaushalt.

 

Nach dem Eisprung produziert dein Körper vermehrt das Hormon Progesteron, welches die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorbereitet. Wird die Eizelle nicht befruchtet, sinkt der Progesteronspiegel in deinem Körper wieder und du bekommt deine Monatsblutung. Der unschöne Nebeneffekt der Progesteronabnahme ist die vermehrte Wassereinlagerung in deinen Zellen. Dabei kann es leicht zu Gewichtsschwankungen von 1 bis 3 kg kommen. Die Menge der Wassereinlagerung und die Dauer ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Welche Faktoren fördern die Wassereinspeicherung?

Hormone sind nicht der einzige Grund weshalb es zu bestimmten Zeiten in deinem Zyklus zu Wassereinspeicherung kommen kann. Weitere Gründe dafür sind:

Zu viel Salz, ist das denn gut, was rät der Ernährungscoach

Um die vorübergehende Wasserspeicherung in deinen Zellen nicht noch unnötig zu fördern, solltest du in dieser Zeit versuchen den Salzgehalt in deiner Nahrung zu reduzieren. Denn zu viel Salz fördert ebenfalls die Speicherung von Wasser in den Zellen. Deine Leber muss dann mehr Leistung bringen um das Salz aus deinem Körper zu spülen, was wiederum mehr Wasser benötigt.

 

Trinkst du nicht ausreichend, dann geht dein Körper in den Sparmodus über und wird versuchen weniger Wasser auszuscheiden und speichert es lieber.

 

Reduziere kurz vor deiner Menstruation die Salzaufnahme und trinke mehr Wasser!

 

Kohlehydratreiche Ernährung, für wie nutzt der Körper diese?

Gerade der Heißhunger während dieser Zeit verleitet uns oft zu Fast Food oder kohlehydratreichen Mahlzeiten. Dein Körper nutzt die Kohlenhydrate und füllt damit die Glykogen-Speicher in den Muskeln auf. Das ist zum einen sinnvoll, da das Glykogen dann als Energie für das nächste Ausdauertraining zur Verfügung steht, aber Glykogen bindet auch das 3-fache an Wasser. Speicherst du also 300g Glykogen, dann werden zusätzlich 900g Wasser eingelagert. Das ist eine Gewichtszunahme von 1,2kg, die aber nichts mit einer Fettzunahme zu tun hat. 

Kohlenhydrate begünstigen Wassereinlagerung.
Kohlenhydrate begünstigen Wassereinlagerung.

große füllige Mahlzeiten, macht das denn Sinn

Dein Magen ist ohne Probleme in der Lage 1-2kg Nahrung aufzunehmen. Bis diese nach dem Verdauungsprozess wieder ausgeschieden werden, können leicht ein bis zwei Tage vergehen. Isst du also besonders reichhaltige und schwere Mahlzeiten und vielleicht auch etwas mehr als sonst, dann wird sich dieses extra Gewicht auch auf deiner Waage widerspiegeln. 

Die richtige Waage ist wichtig rät der Personaltrainer

Auch beim wiegen kann Frau so einiges falsch machen. Zunächst solltest du dir eine gute digital Waage zulegen. Ob du dir eine mit Zusatzfunktionen zulegst ist ganz dir überlassen, jedoch sind die Messungen zu Körperfettgehalt, Muskelmasse etc. sehr ungenau. Deshalb solltest du diese Messungen stets von deinem Personaltrainer Berlin durchführen lassen. Er verfügt über das nötige Equipment und Erfahrung um die Messungen durchzuführen und die ermittelten Daten zu analysieren. Positioniere die Waage an einen festen Platz um Messschwankungen möglichst gering zu halten. Achte ebenfalls auf einen festen und ebenen Untergrund ohne Teppich.

Gleiche Bedingungen schaffen, ein wichtiger Faktor

Deine Daten werden erst dann optimal vergleichbar, wenn du dich stets unter den gleichen Bedingungen wiegst:

  • morgens nach dem aufstehen mit nüchternen Magen
  • in Unterwäsche oder ganz ohne Kleidung
  • nach dem Toilettengang

Gerade diejenigen unter uns, die besonders ambitioniert das Ziel Abnehmen verfolgen, neigen dazu sich täglich auf die Waage zu stellen. Dein Körper unterliegt täglichen Gewichtsschwankungen, die keine Aussage darüber geben, ob du langfristig Fett abnimmst. Torsten Fitnesscoach Berlin Pankow rät seinen weiblichen Kunden, sich nur einmal im Monat zu wiegen. Aufgrund des weiblichen Zyklus ist der ideale Tag ca. 10 Tage nach deiner Periode.

Was dein Gewicht über dich aussagt, was bedeutet die Zahl darauf

Oft wird das Gewicht als einziger Indikator zur Erfolgsmessung herangezogen. Wer abnehmen möchte und bei dem sich die Zahl auf der Waage nicht wöchentlich nach unten bewegt, der wird schnell frustriert sein und gibt entweder auf oder greift zu radikalen Maßnahmen. Damit du mit Freude dein Ziel kontinuierlich verfolgen kannst, solltest du dir bewusst machen, dass du lediglich dein Gewicht misst. Dieses sagt nichts im Detail über deinen Fettanteil oder deine Muskelmasse aus. Das Ziel beim Abnehmen ist stets die Fettmasse zu reduzieren und Muskelmasse aufzubauen. Da kann es durchaus zu einer leichten Gewichtszunahme kommen obwohl du Fettmasse abgebaut hast.

Merke: als gesundes Abnehmen gilt 300-500g Körperfett pro Woche.

Hast du in einer Woche mehr abgenommen, dann kann dies auch überschüssiges Wasser sein.

Wenn die Hose zu weit wird spricht dies oft für Gewichtsreduktion.
Wenn die Hose zu weit wird spricht dies oft für Gewichtsreduktion.

Die Alternativen zum Wiegen vom Ernährungscoach

Wer lieber auf das Wiegen verzichten möchte und seinen Erfolg anhand anderer Methoden im Auge behalten möchte, der kann folgende Alternativen ausprobieren:

  • Fotovergleich: Knipse einmal im Monat ein Foto von dir, am besten in Unterwäsche. Auf den Bildern wirst du vielleicht nicht sofort, aber definitiv über einen längeren Zeitraum hinweg einen positiven Unterschied feststellen können.
  • Kleidung: Deine Kleidung ist immer ein guter Anhaltspunkt um Gewichtsveränderung zu bemerken. Zu weite Hosen oder ein lockeres T-Shirt sind ein gutes Zeichen für Gewichtsabnahme.
  • Maßband: Vermesse regelmäßig verschiedene Körperpunkte wie Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Oberarme etc. Wichtig dabei ist, dass du immer an den gleichen Punkten misst, damit die Werte auch vergleichbar sind.
  • Körperfett messen: Der Körperfettanteil kann am besten mit einer professionellen Körperfettwaage ermittelt werden oder mit einer Caliper-Zange. Mit der Caliper-Zange werden Hautfalten gemessen, anhand der ermittelten Werte kann dann der Körperfettanteil berechnet werden.

Wiegen ist nicht gleich wiegen. Das wichtigste dabei ist auf die Bedingungen zu achten, damit die Ergebnisse auch vergleichbar sind. Das Wiegen Zuhause macht insofern Sinn, um ein handliches Tracking-System zu haben. Langfristig kannst du auf deiner Waage sehen, ob sich dein Gewicht in Richtung Wunschgewicht entwickelt. Um zu überprüfen, ob sich auch dein Körperfettanteil und deine Muskelmasse entsprechend entwickelt, steht dir stets dein Personaltrainer Berlin zur Seite.